MdB Tino Chrupalla - AfD

27. November 2018, gepostet in Kommentar aus BerlinSteigender Fachkräftemangel durch Zuwanderung?

Die Bundesregierung und die Wirtschaftslobby sind sich einig, dass der derzeit herrschende Engpass an Fachkräften in einigen Berufszweigen nur durch die Zuwanderung aus dem Ausland behoben werden kann. Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende und Leiter des Arbeitskreises Wirtschaft und Energie, Tino Chrupalla, richtete eine kleine Anfrage an die Bundesregierung, unter anderem um zu erfahren, was die Bundesregierung unter Fachkräftemangel versteht und auf welche Fakten sich ihre Annahmen stützen.

Auf die Antwort (BT-Ds. 19/05409) äußerte sich Tino Chrupalla wie folgt:

„Die Antwort der Bundesregierung auf meine Kleine Anfrage zum sogenannten Fachkräftemangel hat mich erstaunt. Denn obwohl die Bundesregierung nicht genau weiß, wie viele Fachkräfte seit 2010 nach Deutschland eingewandert sind, erklärt sie, dass Zuwanderung bereits heute zu einer Verbesserung der Fachkräftesituation beiträgt.
Worauf die Bundesregierung diese These stützt, verrät sie nicht. Wenn die Aussage zuträfe, dass Zuwanderung bereits heute die Fachkräftesituation verbessert, dürfte doch angesichts der Tatsache, dass in den letzten drei Jahren ca. zwei Millionen Menschen mehr nach Deutschland ein- als ausgewandert sind, überhaupt kein Fachkräfteproblem bestehen.

Könnte es sein, dass Migration den Bedarf an Fachkräften gar nicht deckt, sondern stattdessen zu einem erhöhten Bedarf an Fachkräften führt? Schließlich benötigen diese zwei Millionen zugewanderten Menschen wiederum Wohnungen, Ärzte, Pflegefachkräfte, Lehrer, Sozialarbeiter und noch viel mehr. Offenbar hat die Bundesregierung den Rattenschwanz an Folgeerscheinungen nicht berücksichtigt, den die Zuwanderung so vieler Menschen nach sich zieht.“

verfasst von Tino Churpalla

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